Die Basilisken-Presse startete 1976 mit Faksimile-Editionen wissenschaftshistorisch bedeutsamer Werke und hat sich seither in besonderer Weise der Geistes- und Wissenschaftsgeschichte angenommen − mit dem Ziel, das Geschichtsbewusstsein im Bereich der Wissenschaften zu fördern. Den Schwerpunkt bildet die Geschichte der Biologie.
Wissenschaftliche Ideen, Konzepte und Methoden werden zunehmend „traditionsneutral“ vermittelt und wahrgenommen. Doch „Zukunft braucht Herkunft“ − so das prägnante Fazit des Philosophen Odo Marquard (1988).
Die Basilisken-Presse wurde 2008 dem ► Verlag Natur & Text in Brandenburg übergeben, der damit sein auf Naturverständnis und Naturschutz gerichtetes Programm zur historischen Seite hin erweitert. Im Zentrum der Verlagsarbeit steht auch künftig, in den Worten des Evolutionsbiologen Ernst Mayr (1984), die „Entwicklung der biologischen Gedankenwelt“. Bewährte Reihen (wie „Acta Biohistorica“ und „Basilisken-Drucke“) werden fortgeführt und durch neue (wie „Biologiehistorische Symposien“) ergänzt.
Der Verlag ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft
► Brandenburgische Buchverlage.

Was ist ein Basilisk? Ein Fabelwesen, halb Drache, halb Hahn, ein Untier, dessen Blick tötet und versteinert − aber auch, legt man das griechische Wort „basiliskos“ zugrunde, ein „kleiner König“ in seinem Reich.
► Basilisken beschäftigten die Fantasie der Menschen seit der Antike und galten im Mittelalter als „Könige der Schlangen“ und Ausgeburt der Unterwelt. Sie hausten in Höhlen, Brunnen und Kellern und brachten Sünde und Tod unter die Menschen. Ihr vernichtender Blick konnte mit Spiegeln abgewendet werden. Es gibt zahlreiche historische Darstellungen in Kunst und Literatur.
Die Abbildung in der Kopfzeile unserer Homepage basiert auf einem um 1510 in Nürnberg entstandenen Holzschnitt. Das nebenstehende Signet aus den Anfangsjahren der Basilisken-Presse wurde dem Mittelknauf des Elisabethschreins (um 1235−1249) in der Elisabethkirche zu Marburg entlehnt.
Der mythische Basilisk wurde zum Namensgeber einer lateinamerikanischen Leguan-Gattung (Basiliscus), zu der auch der eindrucksvolle
► Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) gehört.